Die Schreibwerkstatt in Hohenems – Drama und Freude
Die Verzweiflung, die mich in Hohenems angegriffen hatte, weicht der Freude. Mit zwei Wochen Abstand zu meiner Schreibwerkstatt schaue ich das Ergebnis an: Verschiedene Pakete Papier liegen sortiert nach Themen im Büro. Rohtexte einzelner Kapitel.
In der Rückschau lasse ich die Tage Revue passieren. Phasen des Stockens, des Trübsinns, Schreibblockaden – welch ein Drama. Und dazwischen: Augenblicke des Fließens, der Stille, der Konzentration – welch eine Freude.
Wer nur auf Ergebnisse fokussiert ist, verpasst Erlebnisse. Das kenne ich von meinen Klienten: zu viele Aufgaben, die Selbstoptimierung wird ausgeschöpft, und es bleibt das Gefühl, nicht wirklich zu leben.
Vom Ergebnis-Denken zur Erlebnis-Haltung
In Hohenems plauderte ich mit einer Führungsfrau aus der städtischen Verwaltung. Ihr Anliegen: weg von einer bürokratischen Tretmühle, hin zu einer Arbeit, die Sinn ergibt.
Nichts muss so bleiben, wie es ist. Selbst festgeschnürte Arbeitsabläufe bieten Freiräume, wenn man bereit ist, sie zu sehen.
Die Einladung für diesen Monat: Schaue mindestens einmal am Tag auf Dein Erleben, nicht nur auf Dein Ergebnis. Was hat heute Freude gemacht? Was war lebendig? Das ist der Anfang.
Gunter König
Dipl.-Psychologe · Supervisor · Coach · Schwäbisch Hall
Persönlich mit Gunter König sprechen?
Ich freue mich auf Begegnungen. Gerne plaudere ich bei einer Tasse Tee mit Ihnen.